Der Doppelgänger
von Paul Trog
Er ist Dasein im Wesen; Urdasein im Werden - so wie
zuvor, unverändert, noch ganz in dem von Gott erschaffenem Zustand.
Ein Hauch des Schöpfers, wie damals, im Lehm eingebettet.
Unberührt von Ursünde und vom Sturz in die Zeit;
unbelastet von Satan's Fluch und dessen umformender Evolution
im zweiten Werden. Er lebt im embryonalen Zustand, wartend.
Ein Doppelgänger wartet in uns sehnsüchtig auf sein Werden.
Denn alles entstand aus Gottes Hand.
Alles reift und entfaltet sich durch Seine Vorsehung.
Und alles muss zum Vater zurückkehren,
sonst vernichtet es sich selbst.
Gott ist lebender Gedanke,
(Dieu est la pensée vivante)
zukunftsträchtig sich entfaltend.
Durch Seinen Geist befruchtet,
ist Sein Sohn Seine Erfüllung im Tun:
Das Blut Christi, das am Kreuz für die Menschheit floss, tilgt
die Tatsünde sowie die Todsünde. Sollte diese kostbare, lebendige
Substanz, dieses wundersame Blut reichlich in den genetischen
Kern des Wesens der Person einfließen und alle Ahnensequenzen
gründlich durchspülen, so würde auch selbstverständlich Adam
erreicht und die Ursünde vernichtet. Somit würde die satanische
Ummantelung, die den Menschen umgibt, nämlich der Schleier des Urfluches,
in unzählige Fetzen zerrissen und der Tempelvorhang zu Jerusalem
erneut von oben bis unten zerschnitten.
Der Weg zur befreienden Wiedergeburt des (in jeden von uns wesenden) Doppelgängers ist dann frei und dieser Doppelgänger unseres Wesens wird dann freudig aufspringen und in die ausgestreckten Arme des Vaters rennen, Gott um Vergebung und Gnade bittend.
Und die liebenden Arme des Vaters werden ihn tröstend und vergebend umarmen, seinen verlorenen Sohn, der jetzt den in der Zeit lebenden Wesensteil vollkommen durchdringt und alles Entzweite in sich wieder vereint.
Paul J. Trog
Innsbruck
31. 10. 07